Die Umgebung


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Beim Deutschen Haus öffnet sich das Tor zur Schwäbischen Alb, die wegen ihrer facettenreichen Landschaft immer wieder magisch anzieht.


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Geführte Mountainbike-Touren im Deutschen Haus

Die Umgebung – Das Schwäbische Bermuda-Dreick

Direkt am Albnordrandweg, oft als „schönster Wanderweg” Deutschlands bezeichnet, liegt das Deutsche Haus. Die Entdeckungsreise führt durch die Bergwelt der Schwäbischen Alb und endet im „Schwäbischen Bermuda-Dreieck”.

Wer sich den gut ausgeschilderten Wanderwegen des Schwäbischen Albvereins auf der Filsalb anvertraut, wird belohnt. Die Tour besticht durch spektakuläre Ausblicke, schroffe Felsformationen und einen Überraschungsfaktor.

Beliebtes Wanderziel ist der Schicksalsberg „Boßler“ oberhalb der Kaltenwanghöfe zwischen Gruibingen und Weilheim/Teck. Wer gut in Form ist, kann bereits in Bad Boll einsteigen. Man bekommt dann das Bad Boller Kurhaus zu sehen, wo schon Württembergs Könige flanierten, kann im Thermalbad schwimmen und durch uralte Eichenwäldchen wandeln. Gleich um die Ecke in Eckwälden ist Sitz der Naturkosmetikfirma Wala (Führung durch den Heilkräutergarten), deren Salben auf den Wangen der Schauspielerin Julia Roberts landeten.

Die Streuobstwiesen gehen jetzt in einen steilen, dicht bewaldeten Hang über, der ein Naturschauspiel beherbergt. Tief in eine Schlucht eingegraben hat sich hier der Teufelsklingenbach oberhalb des Teufelslochs. Beim „Breiten Stein” fällt das Wasser in Kaskaden 50 Meter tief über eine Sandmergelbank.

Wachholderheiden und Wildrosen

Bei Gruibingen ändert die Landschaft ihr Gesicht. Wachholderheiden gedeihen an den Hängen eines breiten Tals. Insgesamt 57 Heideflächen auf einer Gesamtfläche von 73,3 Hektar gibt es noch in Gruibingen. Sie haben große Bedeutung für die Artenvielfalt. Enzian, Feldthymian, Schwalbenwurz, Küchenschelle und Berberitze wachsen auf den Wachholderheiden ebenso wie Silberdistel, Wildrose und verschiedene Orchideenarten.

Eine weitere Einstiegsmöglichkeit zum Boßler bietet das Deutsche Haus oder der gleichnamige Wanderparkplatz an der A8, nahe der Gruibinger Tank- und Rastanlage. Der Landgasthof liegt direkt unterhalb des Boßlers und unmittelbar am Alb-Nordrandweg.
Wanderer machen hier gerne einen Zwischenstopp, um anschließend in Serpentinen auf den Gipfel zu marschieren. Massiv schiebt sich der Bergrücken des Boßlers in das Albvorland. In einer Höhenlage von 785 Metern eröffnet sich dem Wanderer ein Panoramablick. An der Albkante entlang reihen sich wie an einer Perlenschnur Burgruinen (Reußenstein) und Burgen (Teck, Hohenneuffen), bis weit ins Neckartal hinein reicht der Blick.

Nachdenken am Schicksalsberg

Normalerweise findet man Kunst im Museum oder in der Kunstgalerie, oben am Boßler mitten in der Natur an einem Wanderweg. Die Jahrhundertsteine des Künstlers Uli Gsell stehen am Rande vom Gruibinger Wiesle, nahe der Albkante. Drei Felsplatten aus Jurakalkstein bilden einen begehbaren Raum, der zum Nachdenken anregen soll. Worte, Begriffe und Ideen, die das abgelaufene 20. Jahrhundert prägten, sind in die Steine gehauen. Sinnzusammenhänge ergeben sich. Fragen tauchen auf.

„Schwäbisches Bermuda-Dreieck”

Vom Jahrhundertstein zu den Gedankensteinen: Immer wieder war Piloten die exponierte Felswand des Boßlers zum Verhängnis geworden. 50 Jahre ist es her, als zwei amerikanische Düsenjäger bei Nebel und dichtem Schneetreiben am Boßler abstürzten. Ihren vorläufig traurigen Höhenpunkt fand die Unglücksserie am 29. September 2005, als ein Rettungshubschrauber am Berghang zerschellte. Da bei vielen Unfällen die Ursache nicht klar war, machte der Boßler als „Schicksalsberg” oder „Schwäbisches Bermuda-Dreieck” Schlagzeilen.